Für Nick
Wenn Klang Erinnerungen in sich trägt und das Zuhören zu einer Form der Liebe wird
An manchen Tagen ist Musik weder eine Entdeckung noch ein Vergnügen. Sie ist eine Erinnerung.
Am vergangenen Sonntag hat uns ein guter Mensch viel zu früh verlassen. Nick Williams – der an Krebs gestorben ist – jemand, dessen Berufsleben ganz im Zeichen von Schallplatten, Klang und den stillen Ritualen stand, um die viele von uns ihr Leben herum aufbauen. Nick arbeitete bei Phonica Records, einem Ort, an dem Musik nicht als bloßer Inhalt, sondern als Fürsorge verstanden wird. Als sinnvoll genutzte Zeit.
Solche Orte, an denen man Musik hören kann, sind wichtig, weil Menschen wie Nick ihnen Bedeutung verleihen. Diejenigen, die vorbeikommen. Diejenigen, die sich mit den Platten auskennen. Diejenigen, die verstehen, dass Musik oft mehr bewirkt, als uns nur zu unterhalten – sie hält uns zusammen.
Der heutige Eintrag ist ebenfalls für Liz – eine liebe Freundin aus der Zeit bei Virgin – und für ihre Familie. In Momenten wie diesen gibt es keine passenden Worte. Nur Aufmerksamkeit. Nur Wärme. Nur das stille Bewusstsein, dass Trauer die Akustik eines Raumes verändert.
Wenn du heute Musik hörst, dann hör sie in aller Ruhe.
Wenn du eine Schallplatte auflegst, lass sie bis zum Ende laufen.
Und wenn dir jemand einfällt, der dein Hörerlebnis geprägt hat, dann sprich seinen Namen laut aus.
Viele liebe Grüße an Liz, ihre Familie und an alle, die diese Woche still ihren Verlust verkraften.
Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt.
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