Freitagsbriefe – Die Menschen, die noch lesen

Freitagsbriefe – Die Menschen, die noch lesen

Heute erscheint die 25. Ausgabe der „Tracks & Tales“-Briefe.

Fünfundzwanzig Wochen lang habe ich Beiträge an Menschen verschickt, die sich immer noch dafür entscheiden, zu lesen. Darüber denke ich jetzt oft nach. Nicht an Abonnenten. Nicht an Besucherzahlen. An Leser.

Menschen, die bereit sind, sich vier oder fünf Minuten lang mit etwas zu beschäftigen, ohne vorzuspringen. Ohne weiterzuscrollen. Die einfach langsam genug lesen, um wieder ihre eigenen Gedanken zu hören.

Das hat im Jahr 2026 etwas seltsam Bewegendes an sich.

Das moderne Leben ist größtenteils darauf ausgelegt, dass man sich selbst nicht mehr hört. Benachrichtigungen, Feeds, Videos, Meinungen, Lärm. Ständige Unterbrechungen. Aber ein Brief ist anders. Ein Brief fordert dich auf, einen Moment still zu sein.

Und wenn das Geschriebene ehrlich genug ist, geschieht etwas Seltsames.

Man beginnt, die Worte eines anderen zu lesen, und hört darunter nach und nach die eigenen Gedanken heraus.

Ich glaube, das ist vielleicht der Grund, warum diese Freitagsbriefe den Menschen so viel bedeuten.

Nicht, weil sie laut sind. Ganz im Gegenteil eigentlich. Sie kommen ganz leise. Jede Woche zur gleichen Zeit. Wie ein kleines Signal, das sagt: Mach mal langsam, die Welt kann vier Minuten warten.

Weniger kann tatsächlich mehr sein.

Vorausgesetzt, jemand nimmt sich die Zeit, es richtig zu halten.

Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt.
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Die Zahl der Gründungsmitglieder ist weltweit auf 200 begrenzt. Der „Tracks & Tales Listening Club“ richtet sich an alle, die verstehen, dass Zuhören kein Hintergrundgeräusch ist, sondern dass es darum geht, ganz bei der Sache zu sein.

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