Die Pause zwischen den Titeln

Die Pause zwischen den Titeln

Die Stille, die alles zusammenhält

Von Rafi Mercer

An manchen Tagen geht es nicht darum, voranzukommen. Es geht darum, innezuhalten – wenn auch nur für einen Moment – und auf die Stille zwischen den Dingen zu lauschen.

Heute ist so ein Tag. Keine großen Pläne, keine neue Liste, kein Update für den Leitfaden. Nur die Stille, die zwischen dem Ende eines Titels und dem Beginn des nächsten liegt. Dieser kleine Moment der Stille, in dem man den Raum wieder hören kann.

In der Musik ist die Pause niemals verschwendet. Sie ist es, die dem Klang Gestalt verleiht. Miles Davis pflegte zu sagen, dass nicht die Noten am wichtigsten seien, sondern die Pausen dazwischen. Ohne Pause gibt es keine Phrasierung, keine Spannung, keinen Atem. Das Gleiche gilt für alles, was man aufbaut – einen Leitfaden, ein Unternehmen, ein Leben.

In der Pause entsteht Klarheit. Hier erkennst du, was funktioniert, was nur Ablenkung ist und was als Nächstes kommt. Es ist keine Untätigkeit, sondern eine Neuausrichtung.

Deshalb lasse ich mich heute einfach darauf ein. Keine Eile, keine Musik, vielleicht nur das leise Summen des Alltags um mich herum. Die Stille zwischen zwei Titeln. Die Ruhe, die alles zusammenhält.

Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Wenn Sie weitere Beiträge aus „Tracks & Tales“ lesen möchten,abonnieren Sie den Newsletter hier oder klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.


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