Die Welt hört zu

Die Welt hört zu

„Tracks & Tales“ ist nun auf Englisch, Japanisch und Chinesisch erhältlich.

Ich hatte nicht vor, etwas Internationales aufzubauen.

Ich machte mich auf die Suche nach Orten, an denen Musik mit der Ernsthaftigkeit behandelt wurde, die sie verdient – Bars, Kissaten und Hörräume, in denen sich jemand bereits vor dem ersten Gast Gedanken über den Klang gemacht hatte. Dass es solche Orte in Osaka, Shanghai und Kyoto genauso selbstverständlich gibt wie in Lissabon, Kopenhagen oder Madrid, war mir von Anfang an klar. Es hat nur eine Weile gedauert, bis die Plattform diesen Stand erreicht hat.

Ab heute ist „Tracks & Tales“ auf Englisch, Japanisch und Chinesisch verfügbar.

Dieser Satz muss ich erst noch ganz verinnerlichen. Vor 160 Tagen war dies noch eine einzelne Stimme, die über eine einzige Idee schrieb. Nun stellt der Leitfaden, der mit einer Frage begann – wo klingt Musik eigentlich richtig? –, diese Frage in drei Sprachen, in drei Schriftsystemen und auf drei Kontinenten.

Die japanische Variante bedeutet mir in besonderer Weise viel. Die Kissaten-Kultur – die Kunst des „Zuhör-Cafés“ – ist einer der großen Beiträge zur Geschichte des bewussten Klangs. Die Idee, dass ein Raum um eine Schallplatte herum gestaltet werden könnte, dass ein Zuhörer in Stille sitzen und einfach nur zuhören könnte, entstand zwar nicht in Tokio, wurde dort aber zur Vollendung gebracht. Man spürt es in jedem Raum – von P.M.SOUNDS in der Kiyamachi in Kyoto bis hin zu den gemütlichen, geselligen Bars in Fukuoka – in jedem steckt dasselbe gemächliche Prinzip: Musik steht an erster Stelle, alles andere an zweiter Stelle. Dass „Tracks & Tales“ nun auf Japanisch vorliegt, fühlt sich weniger wie eine Übersetzung an, sondern eher wie eine Rückkehr.

Die chinesische Variante ist eine Tür, von der ich mir nicht ganz vorstellen konnte, dass sie sich öffnen würde. Doch die Hörbars, die überall in Shanghai aus dem Boden sprießen, gehören zu den architektonisch durchdachtesten Räumen, die mir in diesem Reiseführer begegnet sind – Räume, die Klangtreue und Tempo in einem Atemzug vereinen, in denen ein Klassiker von Zhou Xuan nahtlos in einen Titel von Brian Eno übergehen kann, ohne dass jemand die Logik dahinter hinterfragt. Dort ist etwas im Gange. Das verdient gebührende Aufmerksamkeit – in der richtigen Sprache.

 

 

Englisch bleibt die Muttersprache von „Tracks & Tales“ – die Sprache, in der die Essays ursprünglich entstanden sind, der Stil, der die Stimme transportiert. Doch einem Führer durch die Hörräume dieser Welt, der nur eine Sprache spricht, würde zwangsläufig etwas fehlen.

Jetzt ein bisschen weniger.


Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich „Tracks & Tales“ auf Japanisch oder Chinesisch lesen? Verwenden Sie die Sprachauswahl oben auf jeder Seite von tracksandtales.co – wechseln Sie zwischen EN, JA und ZH.

Wird die gesamte Website übersetzt, einschließlich der Stadtführer und Essays? Ja. Die Übersetzung gilt plattformweit, sodass Stadtführer, „The Daily“ und die Seiten zu den Höralben alle in der von Ihnen gewählten Sprache verfügbar sind.

Welche Städte sind in der japanischen und der chinesischen Ausgabe enthalten? Alle. Der vollständige „Tracks & Tales“-Atlas – mit über 50 Städten, darunter Tokio, Osaka, Kyoto, Fukuoka, Shanghai und viele weitere – ist in allen drei Sprachen erhältlich.

Was ist „The Listening Club“? „The Listening Club“ ist die Mitglieder-Community, die das Herzstück von „Tracks & Tales“ bildet – mit monatlichen Album-Sessions, uneingeschränktem Zugriff auf die Plattform und Stadtführern für 151 Länder. Die Gründungsmitgliedschaft ist ab sofort möglich.


Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Wenn Sie weitere Artikel aus „Tracks & Tales“ lesen möchten, abonnieren Sie den Newsletter oder klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

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Die Zahl der Gründungsmitglieder ist weltweit auf 200 begrenzt. Der „Tracks & Tales Listening Club“ richtet sich an alle, die verstehen, dass Zuhören kein Hintergrundgeräusch ist, sondern dass es darum geht, ganz bei der Sache zu sein.

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