Beats pro Minute, Momente pro Erinnerung: Das Vinyl-Herz von BPM in Paris
Von Rafi Mercer
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Das BPM ist eine der angesehensten Listening-Bars in Paris – mehr dazu finden Sie in unserem Leitfaden zu den Pariser Musiklokalen.
Name des Veranstaltungsortes: BPM
Adresse: 3 Rue Saint-Sabin, 75011 Paris, Frankreich
Website: bpm-paris.com
Telefon: +33 1 43 57 21 54
Spotify-Profil: k. A.
Im 11. Arrondissement herrscht an den meisten Abenden der Woche reges Treiben – Bistros, in denen der Wein bis auf den Bürgersteig serviert wird, Nachtcafés, die im Schein der Straßenlaternen flackern, und Musik, die aus den Türöffnungen in die kühle Pariser Luft strömt. In der Rue Saint-Sabin prangt der Name „BPM“ zwar nur unauffällig an der Fassade, doch im Inneren ist sein Puls unübersehbar.
Es ist kein großer Raum, und genau darum geht es. Kaum tritt man ein, befindet man sich schon in Reichweite der Lautsprecher, und der warme Bass drückt sanft gegen die Luft. Der Sound ist durch und durch analog: Plattenspieler hinter der Bar, ein Mischpult, das aussieht, als wäre es von Hand abgestimmt worden, und ein Verstärker mit so viel Charakter, dass er schon fast als Teil der Einrichtung gilt.
An den Wänden reihen sich Schallplatten aneinander – Hüllen, die einen ahnen lassen, wohin der Abend führen könnte. Curtis Mayfield lehnt an einer Serge-Gainsbourg-Pressung; ein Stapel brasilianischer Importplatten steht für später bereit. Die Auswahl wurde ganz offensichtlich von Menschen zusammengestellt, die Schallplatten aus purer Liebe zur Musik auflegen, nicht nur für das Publikum.
Die Cocktailkarte des BPM ist kurz, aber überzeugend. Ein Sazerac mit französischem Brandy, ein Negroni mit lokalem, kräuterbetontem Wermut, ein Spritz mit hausgemachter Infusion. Die Getränke werden zügig serviert, damit Sie ganz im Moment und im Rhythmus der Musik bleiben können.
Das Publikum ist auf die beste Art und Weise gemischt – Stammgäste, die die DJs mit Namen kennen, Besucher, die aus den umliegenden Bars hereinschlendern, und Paare, die ein ruhiges Date genießen und schließlich das ganze Set über bleiben. Die Lautstärke ist hoch genug, damit die Musik im Mittelpunkt steht, aber nicht so hoch, dass man sich nicht über den Tisch beugen könnte, um einen Gedanken zu dem gerade laufenden Titel auszutauschen.
An manchen Abenden legen DJs auf, an anderen gibt es vom Barpersonal zusammengestellte Playlists – doch der Übergang ist nahtlos. Dabei geht es nicht darum, das eigene Können zu demonstrieren – obwohl davon reichlich vorhanden ist –, sondern darum, die Stimmung im Raum aufrechtzuerhalten, sodass jeder Titel ganz natürlich in den nächsten übergeht.
Wenn du das BPM erst spät verlässt, nimmst du den Rhythmus der Nacht mit auf die Straße. Dein Schritt wird ein wenig schneller sein, deine Stimmung ein wenig beschwingter, und vielleicht erwischst du dich dabei, wie du einen Blick zurück zur Tür wirfst und schon halb darüber nachdenkst, wann du wiederkommen kannst.
Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Wenn Sie weitere Beiträge aus „Tracks & Tales“ lesen möchten, abonnieren Sie den Newsletter oder klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.
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