Goodbye Horses – Wo Wein, Schallplatten und Musik in Islington aufeinandertreffen

Goodbye Horses – Wo Wein, Schallplatten und Musik in Islington aufeinandertreffen

Rafi Mercer

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18 Halliford Street, London N1 3EQ, Vereinigtes Königreich

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Telefon: (nicht aufgeführt – Laufkundschaft willkommen)

Es ist früher Abend in De Beauvoir Town, Islington – die Straßen sind gesäumt von georgianischen Reihenhäusern, die Luft ist leicht feucht und voller Vorfreude. Ich stoße fast zufällig auf das „Goodbye Horses“, angezogen von einer Gruppe, die vor der Tür darauf wartet, dass sie sich öffnet. Es ist, als hätte der Raum dahinter – Wein, Schallplatten, Atmosphäre – ihnen gesagt, dass gleich etwas Echtes passieren wird.

Im Inneren strahlt der Raum eine sanfte Gelassenheit aus. Die lange Eichenholz-Theke, aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt, erstreckt sich wie ein Bekenntnis. An einem Ende ragen Vinylregale empor, aus denen Schallplatten über die Regalböden quellen und damit deutlich machen: Hier ist Musik Teil der Einrichtung, keine bloße Kulisse. Das ist kein prätentiöser Anspruch – es ist das Erste, was einem auffällt, noch bevor es den anderen auffällt.

Hier werden Schallplatten gespielt – mal leise, mal bewusst, aber immer mit einem Gespür für Ausgewogenheit. Wie Gründer George de Vos gegenüber „Restaurant Online“ erklärte: „Musik füllt den Raum – selbst wenn er leer ist … Die Anlage, die wir installiert haben, ist so unglaublich klar, dass man sowohl die Musik als auch das eigene Gespräch hören kann.“ Das spricht Bände. Die Bar ist nicht nur Hintergrund – sie ist Teil des Dialogs.

Und ja, das System ist zweifellos eine von einer Weinbar inspirierte Variante einer audiophilen Anlage: Acht Röhrenverstärker leiten den Klang durch vier generalüberholte Lancaster-Lautsprecher und sorgen so für einen warmen, quadrophonischen Klang. Es geht nicht um Lautstärke. Es geht um die Präsenz, die den Wein und die Unterhaltung bereichert.

Das Essen wird serviert, passt sich aber der Atmosphäre an – saisonale kleine Gerichte, die nähren sollen, statt abzulenken. Die Naturwein-Karte ist wie ein Gespräch: Fragen Sie einfach, und man wird Sie beraten. Toast mit Sardinen und Sobrasada oder Ochsenschwanzragout? Sie haben die Wahl. Währenddessen erklingt leise Musik im Hintergrund.

Hier geht es ganz ungezwungen zu. Reservierungen sind erst dreißig Tage im Voraus möglich, Spontangäste sind willkommen, und keine Ketten oder Leuchtreklamen überladen die Fassade. Der Rhythmus hier hat einfach etwas Einzigartiges: Wein, Gerichte, Musik, Herzlichkeit. Kein Druck. Einfach perfekte Gesellschaft – mit den Schallplatten, der Musik und wem auch immer du mitgebracht hast.

Wenn man geht, nimmt man einen Nachhall mit – eine sanfte Synkopierung aus Klang und Geschmack, die man nicht streamen kann. Das ist der Unterschied zwischen einem Ort, den man nur sieht, und einem, den man in sich aufnimmt. „Goodbye Horses“ ist in all seinen Facetten unverfälscht lebendig – nicht nur beim Wein, nicht nur bei der Schallplatte, sondern auch in der Art, wie man dort zuhört.

Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Weitere Geschichten aus der Reihe „Tracks & Tales“ finden Sie unter Abonnieren, oder Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

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