Kleiner Raum, großer Sound: Der „Greenpoint Groove“ im „Good Bar“
Von Rafi Mercer
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Das „Good Bar“ ist eine der angesehensten Listening-Bars in New York City – mehr dazu finden Sie in unserem Leitfaden zu den Musiklokalen in NYC.
Name des Veranstaltungsortes: Good Bar
Adresse: 1 Bedford Ave, Brooklyn, NY 11222, Vereinigte Staaten
Website: goodbar.nyc
Telefon: k. A.
Spotify-Profil: k. A.
Manche Orte müssen nicht groß sein, um einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Das „Good Bar“, das direkt an der Stelle liegt, wo Bedford in Greenpoint auf das Wasser trifft, ist einer davon. Es ist die Art von Lokal, an dem man vielleicht vorbeigeht, ohne einen zweiten Blick darauf zu werfen, aber sobald man drinnen ist, fragt man sich, warum man es nicht schon früher bemerkt hat.
Der Raum ist kompakt – ein paar Tische, eine kleine, aber einladende Bar und in der Ecke die DJ-Kabine. Doch gerade diese Größe ist ein Vorteil. Jeder Ton, jeder Wechsel im Mix wirkt unmittelbar. Es geht weniger darum, die Musik zu hören, als vielmehr darum, mitten drin zu sein.
Die Einrichtung ist eher verspielt – farbenfrohe Wandbilder, zusammengewürfelte Sitzgelegenheiten, Schallplatten, die griffbereit gestapelt sind. Von der gedämpften Ehrfurcht, die manche Musikbars verlangen, ist hier nichts zu spüren. Stattdessen herrscht eine entspannte und einladende Atmosphäre: An einem Tisch kann man sich intensiv unterhalten, während die Gruppe am Nebentisch sanft im Takt mitschwingt.
Die Musik hier ist vielseitig, trifft aber immer genau den richtigen Ton. Die DJs – oft Freunde der Besitzer oder Einheimische mit beneidenswerten Plattensammlungen – wechseln zwischen klassischem Soul, brasilianischer Samba, verstaubten Hip-Hop-Instrumentals und dem einen oder anderen Disco-Hit, bei dem die ganze Bar im Gleichklang mitwippt.
Die Getränke sind kräftig und schnörkellos. Keine übertriebenen Garnierungen, keine komplizierten Rezepte – einfach gut gemixte Cocktails, eine durchdachte Bierkarte und ein paar alkoholfreie Optionen für diejenigen, die es lieber gemächlich angehen lassen. Der Service ist herzlich und entspannt, und die Barkeeper wissen genau, wann sie das Wort ergreifen und wann sie lieber die Musik für sich sprechen lassen sollten.
An einem Freitagabend steigt die Stimmung, ohne dabei aus dem Gleichgewicht zu geraten. Es drängen sich noch ein paar Leute mehr herein, die Gespräche werden mal lauter, mal leiser, und die Musik hüllt den ganzen Raum in einen gemeinsamen Rhythmus. Wenn man nach der letzten Runde nach draußen geht, trägt man diesen Groove noch immer im Schritt mit sich.
Das „Good Bar“ gibt nicht vor, mehr zu sein, als es ist – aber das, was es ist, macht es brillant. Ein kleiner Raum mit großartigem Sound und ein Ort, der einen wünschen lässt, die eigene Stammkneipe hätte ein bisschen mehr Vinyl im Blut.
Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Wenn Sie weitere Beiträge aus „Tracks & Tales“ lesen möchten, abonnieren Sie den Newsletter oder klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.
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