Velvet Nights und Vinyl: Suonos italienische Eleganz im West Village

Velvet Nights und Vinyl: Suonos italienische Eleganz im West Village

Von Rafi Mercer

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Suono ist eine der angesehensten Listening-Bars in New York City – mehr dazu erfahren Sie in unserem Leitfaden zu den Musiklokalen in NYC.

Name des Veranstaltungsortes: Suono
Adresse: 520 Hudson St, New York, NY 10014, Vereinigte Staaten
Website: suononyc.com
Telefon: k. A.
Spotify-Profil: k. A.


Es gibt eine ganz besondere Art von Abend im West Village – schmale, in goldenes Licht getauchte Gassen, Gespräche, die aus den Hauseingängen herüberwehen, und die Luft, die vom Duft langsam gegarter, kostbarer Speisen erfüllt ist. Mitten darin liegt das Suono wie ein Geheimnis, das man fast nicht preisgeben möchte.

Von der Straße aus wirkt der Eingang unauffällig – eine dunkle Türöffnung, ein leises Bassrauschen, das gerade noch zu hören ist, wenn sich die Tür öffnet. Betritt man den Raum, findet man sich in einer anderen Welt wieder: niedrige Decken, tiefe Sitznischen und eine Bar, die wie die Leuchtreklame eines alten Theaters schimmert. Das Licht besteht nur aus bernsteinfarbenen Tönen und Schatten, die sanft auf poliertes Holz und Samt fallen.

Die Stereoanlage ist das Herzstück des Raums. Sie wurde maßgefertigt und sorgfältig abgestimmt und vermittelt eine Wärme und Tiefe, die man fast schon körperlich spüren kann. Die Schallplatten stammen aus einer Sammlung, die vorwiegend aus Jazz besteht, aber auch Ausflüge in die Welt der italienischen Filmmusik, des brasilianischen Bossa Nova sowie gelegentliche Disco- oder Balearic-Stücke umfasst, um die Stimmung anzuheizen.

An manchen Abenden legt vielleicht ein Haus-DJ auf, der mit der Zurückhaltung eines Sammlers vorgeht und jedem Track Raum zum Entfalten und Atmen lässt. An anderen Abenden bringen Gast-DJs ihre eigene Note ein – vielleicht eine Nacht voller seltener Morricone-Perlen, vielleicht ein Set, das von Bill Evans zu Fela Kuti übergeht, ohne dabei jemals den roten Faden zu verlieren.

Das Cocktailangebot ist ebenso ausgefeilt wie die Playlists. Italienische Klassiker werden mit raffinierten Variationen serviert – ein Negroni mit geräuchertem Wermut, ein Spritz mit saisonalen Bitters – ergänzt durch eine Auswahl an Amari, die zum langsamen Genießen einladen. Die Getränke werden unauffällig serviert, der Service tritt in den Hintergrund, damit die Musik im Mittelpunkt stehen kann.

Das Suono ist keine Bar, in der man nicht reden darf, sondern eine Bar, in der man zuhört – eine, in der sich die Gespräche im Rhythmus der Musik entfalten und nicht im Widerspruch dazu. Selbst an einem belebten Freitag ist im Klangraum Platz sowohl für eine Basslinie als auch für ein Lachen.

Wenn man spät aufbricht, wirkt das West Village ganz anders. Die Straßen sind dieselben, aber deine Ohren sind auf die Erinnerung an sanft angeschlagene Becken, warme Bläserklänge und die letzten tiefen Töne eingestellt, die verhallten, als sich die Tür hinter dir schloss.

Rafi Mercer schreibt über Orte, an denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Wenn Sie weitere Beiträge aus „Tracks & Tales“ lesen möchten, abonnieren Sie den Newsletter oder klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.


Mehr entdecken: Sehen Sie sich unsere „Listening Bars“-Kollektion für Veranstaltungsorte weltweit an.

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